Montag, 28. Juni 2010

Test: Apple iPhone 4 – Das beste Smartphone?

Das iPhone 4 ist da. Wie es aussieht wissen wir schon seit Monaten. Was es kann wissen wir seit wenigen Wochen. Aber wie gut es ist, erfahrt ihr in diesem Test. Es ist nicht alles Gold was glänzt und auch das neue iPhone hat seine Schattenseiten.

Wenn ihr Glück habt und das neue iPhone rechtzeitig bestellt habt, dann solltet ihr es entweder bereits erhalten haben oder demnächst erhalten. Falls ihr mit dem Gedanken spielt es euch zu kaufen, dann haben wir für euch ein paar hilfreiche Tipps in diesem Test gesammelt.

Änderungen gegenüber dem iPhone 3GS

Natürlich hat sich einiges getan bei Apple und das iPhone 4 ist unters Messer gekommen. Hier sind die Änderungen im Detail:

- Es ist eckig und nicht mehr abgerundet.
- Als Prozessor kommt ein Apple A4 zum Einsatz mit einem Takt von 1000 MHz (den kennen wir schon aus dem iPad).
- Der Bildschirm hat nun eine Auflösung von 960 x 640 Pixeln im Vergleich zu den 320 x 480 Bildpunkten des iPhone 3GS.
- Kamera mit 5-Megapixelauflösung und LED-Blitz auf der Rückseite (bisher 3 Megapixel ohne Blitz).
- Getrennte Lautstärkeknöpfe.
- Längere Akkulaufzeit (7 Stunden Gespräch, 6 Stunden Websurfen im Vergleich zu 5 Stunden Gespräch und 5 Stunden Websurfen).
- Mit 137 Gramm ist es nun zwei Gramm schwerer.
- 58,6 x 115,2 x 9,3Millimeter (24 Prozent dünner)
- Anbindung an WLAN 802.11n Netzwerke ist nun ebenfalls möglich.
- Verbesserter Empfang, dank neuartiger Seitenantenne.
- Mehr Arbeitsspeicher.
- Einiges mehr…

Einen noch ausführlicheren Abriss, findet ihr in unserem iPhone-4-Übersichtsartikel.

Das Design

Das neue iPhone fühlt sich kompakter an. Massiv und irgendwie maskuliner. Fast so als wäre der Gewichtsunterschied deutlich größer als nur 2 Gramm. Erstaunlicherweise passt es trotz kantigem Design deutlich besser in die Hand als das alte iPhone. Es ist schlanker als das 3G/3GS, aber nur unwesentlich. Außerdem erkennt man nur schwerlich den Unterschied, weil die Rückseite nicht mehr länger abgerundet ist, sondern flach.

Das iPhone 4 ähnelt viel mehr einer guten alten Analogkamera als einem billigen Plastikspielzeug. Die Rückseite ist zwar extrem anfällig für Fingerabdrücke, verleiht dem Gerät jedoch ein edles Antlitz. Ebenso edel fühlt sich das iPhone auch an. Fast wie ein teurer Sportwagen. Er fährt sich toll und hat ein fantastisches Design, aber man hat Angst ihn richtig auszureizen, weil er sonst kaputt geht. Gleiches gilt für das iPhone 4.

Die neuen Lautstärke-Buttons fühlen sich deutlich präziser an, als die alten 3G-Knöpfe. Einer der Nachteile der neuen Rückseite ist, dass man nun schwerer erkennen kann, wierum es in der Tasche liegt. Außerdem sind nun beide Seiten ein richtiger Magnet für Fingerabdrücke. Das hätte wirklich nicht sein müssen. Aber das ist verkraftbar, zumal die Meisten ohnehin Hüllen einsetzen.

Was passiert, wenn man das iPhone fallen lässt, seht ihr in diesem Video. Nichts für schwache Gemüter.

Der Bildschirm

Beim Display hat sich in der Größe nichts getan. Wie bisher misst es in der Diagonale 3,5 Zoll. Geradezu explodiert ist aber die Auflösung, die nun 960 x 640 Pixeln beträgt – 4mal mehr Pixel als beim iPhone 3GS und 80 Prozent der Pixelmenge des iPad.

»Ein magischer Bildschirm«, um an dieser Stelle Steve Jobs zitieren zu dürfen. Apple nennt ihn Retina-Display, weil so viele Pixel auf so geringem Raum untergebracht sind, dass man keine Bildpunkte mehr erkennt. Das stimmt nur bedingt. Man muss das Gerät nämlich in einer Mindestentfernung halten, um diesen Effekt auskosten zu können. Die Pixeldichte liegt bei 326 dpi und damit 26 dpi über der Grenze. Das entspricht also einer Mindestentfernung von von 25 Zentimetern, um keine einzelnen Pixel mehr erkennen zu können.

Ansonsten wirkt der neue Screen allgemein deutlich schärfer, farben- und kontrastreicher. Noch genauer erkennt ihr den Unterschied unter dem Mikroskop.

Von der höheren Auflösung profitiert vor allem der Text. Der ist nun schärfer und lässt sich deutlich besser lesen. Wer sich an das Retina-Display gewöhnt, fragt sich ernsthaft, warum er wieder auf sein altes Handy umsteigen sollte. Zugegeben: Die Umstellung von Android-Phones und anderen Geräten mit recht hoher Auflösung ist nicht so gewaltig. Wer jedoch bisher das alte iPhone nutzt, wird eine große Überraschung erleben.

Im Vergleich mit dem 3G/3GS wirkt das iPhone 4 um Welten schärfer. Das 3G-Display kommt einem geradezu Comic-Artig vor mit seinen großen bunten Pixeln. Alte Icons kommen auf dem Retina-Display relativ gut rüber. Im Vergleich zu den für die neue Auflösung optimierten Icons fallen sie aber leicht ab. Das Selbe gilt für noch nicht aktualisierte Apps. Texte kommen knackig rüber, aber Grafiken sind oft etwas pixelig. Auch im Vergleich mit anderen Smartphones gewinnt das iPhone-4-Display. Das Milestone wirkt zum Beispiel gelblich, das Droid X unscharf und sämtliche Konkurrenzprodukte leiden unter zu stark spiegelnden Bildschirmoberflächen. All diese Schwächen hat das iPhone 4 nicht. Dennoch hat es eine andere Schwäche. Manche User beklagen sich über gelbliche Stellen auf dem Display. Falls euer iPhone auch darunter leidet, dann könnt ihr es zurück in den Apple-Store bringen und kriegt einen Ersatz. Anscheinend gibt es noch ein Herstellungsproblem bei manchen Geräten. Davon abgesehen sticht das Retina-Display derzeit sämtliche Konkurrenz aus. Kommt Zeit, kommt Änderung. Aber im Moment ist der Bildschirm unangefochtene Nummer 1. Punkt

Geschwindigkeitsunterschiede

Wenn ihr bisher ein iPhone 3GS eingesetzt habt, dann werdet ihr einen kleinen Performance-Zuwachs bemerken. Die zusätzlichen PS unter der Haube verdankt das neue Gerät vor allem dem A4-Prozessor mit einem Takt von 1.000 MHz. Der CPU des iPhone 3GS hatte nur 600 MHz. Außerdem hat das neue Apfelhandy mehr Arbeitsspeicher. Der macht sich vor allem in arbeitsspeicherhungrigen Anwendungen bemerkbar. Dazu zählen unter anderem Dinge wie der Safari-Browser. Der fühlt sich spürbar schneller und effizienter an auf dem neuen iPhone.

Soviel zu den Vorteilen. Zwar ist das iPhone 4 schneller das 3GS, aber leider nicht viel. Von den zusätzlichen 400 MHz hätte ich mir mehr erhofft. Es ist zwar eine Steigerung, aber nur eine subtile. Abgesehen von Google Maps, Safari und leistungshungrigen Games, werdet ihr kaum, wenn überhaupt einen Geschwindigkeitsunterschied gegenüber dem 3GS bemerken. Kurzum, ihr werdet mit dem neuen Smartphone dem alten nicht davonrennen, aber ihr habt zumindest die Nase vorn.

In diesem Video seht ihr einen Vergleich zwischen iPad, iPhone 3GS und iPhone 4.

Internet-Verbindung

Im neuen iPhone steckt erstmals ein HSUPA-fähiges 3G-Modem, das für schnellere Uploads sorgen soll. Zumindest in den Gegenden, in denen der Mobilfunkprovider Eurer Wahl sein Netz bereits entsprechend ausgebaut hat. Meine US-Kollegen waren so nett das HSUPA-Modul auf Herz und Nieren zu testen und haben in Halb New York die Download- und Upload-Raten vergleichen.

Das Ergebnis ist wenig überraschend. Während der Datendurchsatz beim Download ungefähr gleich bleibt, ist der Upload beim iPhone 4 deutlich schneller. Kein Wunder: Das iPhone 3GS hat schließlich kein HSUPA. Diesem Umstand Verdankt das neue Apfelhandy auch den Performancezuwachs: Es ist nämlich 10,8 mal schneller.

Empfang/Gesprächsqualität

Dieser Metallstreifen an der Seite des iPhones ist nicht etwa eine hübsche Verzierung, sondern die externe Antenne. Apple hatte bei den bisherigen iPhones sich oft Beschwerden wegen der schlechten Empfangsqualität anhören müssen. Also hat das Unternehmen reagiert und kurzum die Antenne überarbeitet. Das klingt zunächst fantastisch und das neue Apfelfon hat eine deutlich bessere Empfangsleistung und Sprachqualität, aber (jetzt kommt das Aber) nur wenn man es richtig hält.

Was? Ja, richtig gelesen. Wenn ihr mit den Fingern versehentlich die externe Antenne beim Telefonieren oder Websurfen abdeckt, dann verringert sich der Empfang drastisch. Viele unserer Leser haben das Problem bereits beobachtet. Die Lösung für das Problem? Eine iPhone-Hülle. Kein Wunder, dass Apple bei diesem Handy die Hüllen bereits selbst vertreibt. Das Problem mit dem Empfang ist sicherlich auch dem Apfelkonzern bewusst und war wohl mitunter ein Grund warum es nun die Bumper gibt (so nennt sich Apples iPhone-Hülle).

Heißt für euch: Passt auf wie ihr das iPhone ohne Hülle haltet. Wenn ihr gerade ein wichtiges Telefonat führt, oder die Internetverbindung nicht abreisen darf, dann solltet ihr auf keinen Fall die Antenne berühren!

Akkulaufzeit

Apple hat sich sehr viel Mühe gegeben den Akku des iPhone 4 zu verbessern. Die Akkulaufzeit ist nicht nur auf den Datenblättern länger, sondern auch in der Praxis. Selbst nach 4 Stunden Dauerbenutzung hat das Gerät noch Reserven. Zwei Tage ohne Aufladen sind inzwischen auch kein Problem mehr – je nachdem wie ihr es benutzt natürlich.

Die Akkulaufzeit ist spürbar länger. Ein Beispiel: Drei Stunden extreme Benutzung und der Akku steht noch bei 80 Prozent. Webverbindung und mehrere Apps im Hintergrund von 11 Uhr Morgens bis 4 Uhr Nachmittags – der Akku steht bei 83 Prozent. Die Akkuleistung ist bemerkenswert. Das 3GS hätte schon längst schlapp gemacht.

Der gegenüber dem 3GS um 16 Prozent gewachsene Akku soll 40 Prozent mehr Gesprächszeit je Ladung ermöglichen. In absoluten Zahlen liest sich das so:

- Telefonieren über 3G: 7 Stunden
- Websurfen über 3G: 6 Stunden
- Websurfen über WLAN: 10 Stunden
- Video: 10 Stunden
- Musik: 40 Stunden
- Standby: 300 Stunden

Um den Akku vergrößern zu können stellt Apple beim iPhone 4 von den bisher verwendeten Standard-SIM-Karten auf microSIM um. Diese verbrauchen weniger Platz und sind auch schon beim iPad 3G Standard. Dazu später mehr.

Kameras, bitte noch mehr davon!

Kameras hat das neue iPhone gleich zwei. Die Hauptkamera ist weiterhin auf der Rückseite des Gerätes untergebracht und liefert deutlich bessere Bilder als die des 3GS. Was ehrlich gesagt auch keine großartige Leistung ist, wenn man die bisherige Bildqualität der iPhone-Kameras betrachtet. Die Leistung des Sensors ist von 3 auf 5 Megapixel angewachsen. Apple hat dabei aber nicht – wie allgemein üblich – die Größe der einzelnen Pixel reduziert, sondern den Sensor vergrößert und zugleich auf Hintergrundbelichtung umgestellt. Außerdem gibt es nun einen LED-Blitz für dunkele Umgebungen.

Bildergalerie: Fotoqualität

You can fire the flash in the upper right corner of on and off and change during the shot to the front camera . The change is here without a trailer. The front camera with a standard VGA resolution you need for example for FaceTime chat. More on that later .

The image quality of the photos is outstanding , at least in good lighting. However, this is a must these days for a reasonable cell phone camera. The new iPhone plays thanks to the new sensor is now in the forefront of smartphone cameras as well, where opponents such as the Nokia X6 or the Droid X.

But the strengths of the iPhone camera revealed especially in low light. The picture is often less pixellastig than the competition - this is very gratifying. Yeah, finally , that the iPhone finally gets a proper camera.

The video quality is outstanding , even in low light conditions. We are impressed !

FaceTime

Many longed for the iPhone 4 finally brings video telephony, but the restrictions are severe. The FaceTime application mentioned only allows calls between iPhone -4 owners and will work only in the WLAN. Please what Apple? The company has actually taken out a lot and simply declared as a course, but these restrictions are really enormous. What FaceTime uses when compared to even have an iPhone and I have to 4 must be also connected to the wireless network. Driving, FaceTime would be really useful.

So much for the disadvantages. The advantages are clear, however on the road: The quality is good, the function itself is pretty cool and really makes fun . You can probably imagine even many deployment scenarios for video telephony. The feature certainly works quite well in practice.

Vorsicht Heiß

»Das ist ja ein heißes Teil«, kriegt plötzlich eine ganz neue Bedeutung. Passt auf, dass ihr euch nicht die Finger verbrennt, wenn ihr eine Weile Videos auf dem iPhone 4 anschaut, Spiele spielt oder rechenintensive Anwendungen nutzt. Das Gerät wird nämlich ziemlich schnell warm. Denkt an ältere Mac-Book-Pro-Generationen und stellt euch das Ganze in Klein vor.

Es reicht nicht zum Eierbratten aber ihr werdet es merken.

Kaufen oder nicht?

Falls ihr mit dem Gedanken spielt euch ein iPhone 4 zu besorgen, solltet ihr vielleicht lieber vorher einen Blick in unseren Übersichtsartikel zu diesem Thema werfen. Darin setzen wir uns im Detail mit den Pro- und Contra-Argumente für und gegen einen Kauf auseinander.

iOS 4 – das neue Betriebssystem

Multitasking, Pushmail, Ordner, verbesserter Mail-Client, iBooks, Hintergrundbilder und vieles mehr. iOS 4 ist auf dem iPhone 4 bereits vorinstalliert und lässt sich im vollen Umfang nutzen. Falls ihr euch für die Neuerungen im Detail interessiert, findet ihr dazu alles was ihr wissen müsst in unserem iOS-4-Artikel.

Fazit

Das iPhone 4 hat alles, um in der Top-Liga der Smartphones mitzuspielen. Die Benutzeroberfläche ist so simpel, dass selbst kleine Kinder keine Probleme haben sie zu bedienen. Mein Gott, wahrscheinlich könnte man das iPhone sogar einem Affen in die Hand drücken. Es ist solide, die Verarbeitung ist sehr gut, es liegt gut in der Hand. Es ist schnell, schneller als das 3GS und deutlich schneller als das 3G/2G. Der Bildschirm ist fantastisch und sticht sämtliche Konkurrenz aus. Die Kameraqualität ist sehr gut und der App-Store bietet immer noch deutlich mehr Auswahl als der Android-Store und sämtliche Konkurrenzprodukte.

Wenn ihr bisher kein iPhone-Fan wart, dann werdet ihr auch mit Version 4 kein Fan davon werden. Es ist und bleibt noch immer ein iPhone. Ein besseres iPhone. Ein schnelleres iPhone. Ein schärferes iPhone. Aber nur ein iPhone. Wer ein 3GS hat, wird das iPhone 4 als Verbesserung empfinden, allerdings nicht so dramatisch, dass er gleich in den Telekom-Shop laufen muss, um sich eines zu kaufen. 3G- und 2G-Besitzer sollten nicht lange zögern, wenn sie mit dem iPhone zufrieden sind und die Möglichkeit haben upzugraden.

Das iPhone 4 ist toll und das Display und die Kamera sind derzeit Spitze. Doch Android schläft nicht und holt mit großen Schritten auf. Die Entwicklung findet dort viel schneller statt und im Gegensatz zu Apple geht Google auf die Wünsche der Nutzer ein. Aber keine Angst: Das iPhone 4 ist ein solides und gutes Smartphone und bei einem Kauf macht ihr nichts verkehrt.

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